04.02.2012: »medium magazin« zeichnet Projekt der TU Dortmund aus
Prof. Holger Wormer und Marcus Anhäuser gehören zu den »Journalisten des Jahres« Zum achten Mal hat das »medium magazin« die Journalisten des Jahres gewählt – in zehn Kategorien sind am Montagabend (30. Januar) in Berlin die besten Journalistinnen und Journalisten ihres Fachs geehrt worden. Zu den Top 3 in der Kategorie Wissenschaft gehören für das Jahr 2011 zwei Dortmunder: Prof. Holger Wormer und Marcus Anhäuser vom Lehrstuhl Wissenschaftsjournalismus der Technischen Universität Dortmund wurden für ihr Projekt medien-doktor.de ausgezeichnet.
Holger Wormer und Marcus Anhäuser wurden in die Top 3 aufgenommen, „weil sie und ihre Mitstreiter für einen besseren Medizinjournalismus einstehen und Journalisten Tools an die Hand geben, um die Qualität wissenschaftlicher Texte zu hinterfragen“, so die Begründung der 70-köpfigen Jury aus erfahrenen Journalisten, darunter zahlreiche Chefredakteure und Leiter von Journalistenschulen. Auf Platz 1 in der Kategorie Wissenschaft kam Dagmar Röhrlich, die über die Hintergründe der Reaktorkatastrophe von Fukushima berichtet hatte.
Das Projekt Medien-Doktor:
Das Projekt Medien-Doktor ist ein Angebot von Journalisten für Journalisten, entwickelt am Lehrstuhl Wissenschaftsjournalismus der TU Dortmund. Seit Ende 2010 begutachtet ein Gutachterpool aus erfahrenen Wissenschafts- und Medizinjournalisten mehrmals pro Woche medizinjournalistische Beiträge in Zeitungen, Magazinen, Online-Medien, Fernsehen und Radio nach definierten Kriterien. Die Ergebnisse der journalistischen Gutachten sind unter www.medien-doktor.de einsehbar und präsentieren eine Auswahl zwischen Best- und Worst-Practice-Beispielen aus dem deutschen Medizinjournalismus. Dabei gilt ein Beitrag über eine medizinische Therapie, ein Medikament oder ein Diagnoseverfahren dann als besonders gut, wenn sich die Medien-Nutzer ein möglichst vollständiges Bild über dessen Vor- und Nachteile machen können. Besonders im Medizinjournalismus sind Quellentransparenz und eine gründliche Recherche besonders wichtig. Vorbild für den deutschen Medien-Doktor sind ähnliche Projekte in Australien, Kanada und den USA. Die Dortmunder Version wurde auf Basis der Journalismusforschung um weitere journalistische Qualitätskriterien erweitert. Mitgewirkt haben dabei eine Reihe weiterer Wissenschaftsjournalisten sowie die Initiative Wissenschaftsjournalismus, die das Projekt bisher zu wesentlichen Teilen finanziert.
Die Auszeichnung durch das »medium magazin« ist die zweite Ehrung des Projekts innerhalb eines Jahres: Es war 2011 bereits für den Grimme Online Award nominiert. Für das laufende Jahr sind die Dortmunder Medien-Doktoren nun auf der Suche nach weiteren Partnern.
Quelle: Pressemitteilung der Technischen Universität Dortmund