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    Zarbach-Peter, Timea: Verb und Valenz : Kontrastive Untersuchungen der ungarischen und der deutschen Gegenwartssprache unter valenztheoretischem Aspekt / Timea Zarbach-Peter

Taunusstein : Driesen, 2. Aufl. 2011. (Driesen Sprach- und Literaturwissenschaften). - 376 S. ; 19 cm. Zugl.: Augsburg, Universität, Dissertation, 2004 ISBN 9783868660449, Softcover, 42,00 Euro.
Die Valenztheorie ist ein Teil der Grammatikforschung, der sich auch in der Praxis erfolgreich erwies. Die besonders in der germanistischen Linguistik großes Ansehen genießende Theorie ist jedoch nicht einheitlich. Es bestehen verschiedene kompatible und weniger kompatible Ansätze, die viele Grammatiker von Sprache zu Sprache zu übertragen versuchen, während die Redundanz der Sprachen indessen die Grenzen der einzelnen Ansätze sprengt.
Timea Zarbach-Peter fokussiert auf die Erweiterung des in der germanistischen Linguistik erarbeiteten Untersuchungsbereiches und der Untersuchungsmethode der - genetisch wie sprachtypologisch grundverschiedenen - deutschen und ungarischen Sprache. Die Autorin beschreibt das Verb als Valenzträger auf morfologischer, syntaktischer sowie semantischer Ebene und operiert mit der mikro- und makrovalenziellen Beschreibung der Aktanten. Im Anschluss an theoretische Überlegungen zu Verbstrukturen und -phänomenen findet der Leser ein Valenzwörterbuch mit 288 Verben.
Die Autorin: Jahrgang 1974; Germanistik-, Hungaristik- und Lehramtstudium an der Eötvös-Lóránd-Universität, Budapest; Promotion in Deutscher Sprachwissenschaft an der Universität Augsburg. Timea Zarbach-Peter ist seit vielen Jahren als Lehrerin für Deutsch als Fremdsprache sowie Deutsche Sprache und Literatur in der Erwachsenenbildung tätig. Sie arbeitet zudem an der Entwicklung erfolgreicher Lern- und Lehrmethoden für Fremdsprachenerwerber.

Vorwort
Auf die Idee einer kontrastiven Analyse von zwei Sprachen kann man kommen, wenn man selbst Fremdsprachen lernt oder wenn man jemandem Fremdsprachen vermittelt, evtl. Tag für Tag mit Schwierigkeiten und Problemen konfrontiert ist. Ungarisch und Deutsch sind in jeder Beziehung zwei grundverschiedene Sprachen. Ihr kontrastiver Vergleich unter valenztheoretischem Aspekt (auf das Verb als Valenzträger konzentriert) ist einer detaillierten Beschreibung wert. Als Sprachlehrerin begann ich meine Dissertation in diesem Sinne, mit dem Ziel, meine Schicksalsgenossen im Labyrinth beider Sprachen durch eine kontrastive Analyse zurechtzuweisen.
Mein herzlichster Dank gilt meinem Doktorvater Herrn Prof. Dr. Hans Wellmann (Universität Augsburg), der mir in diesem Labyrinth den richtigen Weg zu finden half, meine Arbeit so liebevoll betreute, Ratschläge, Ideen und Anregungen gab, mich immer wieder motivierte und inspirierte, nicht aufzugeben und weiter zu arbeiten.
Bedanken möchte ich mich außerdem bei Herrn Prof. Dr. Csaba Földes (Veszprém/Ungarn) für seine Arbeit als Zweitgutachter bzw. dass er die Einladung zur Promotion annahm und das Stattfinden der mündlichen Prüfung trotz großer Entfernung in den letzten Wochen meiner Schwangerschaft ermöglichte.
Nicht zuletzt sage ich ein riesengroßes Dankeschön an meine kleine Familie, die mich diese lange Zeit entbehren konnte und mir so behilflich beistand. Ich danke meinem Mann Norbert für seine Geduld und meinem Sohn Patrick, dem ich für sein Verständnis dieses Buch widme.
Mein Dank geht an alle, die die Entstehung und die Veröffentlichung dieser Arbeit ermöglichten.
Kempten (Allgäu), im Juni 2005
Timea Zarbach-Peter


Aus dem Inhalt
Vorwort
Inhaltsverzeichnis
Einleitung
1. Teil
0. Eine kurze Sprachgeschichte und charakteristische Merkmale der ungarischen Sprache
1. Das Verb als Valenzträger
1.1. Valenzrealisierungen des Verbs als Valenzträger
1.2. Das ungarische Verb
1.3. Pronomen als Verbaktanten
1.4. Realisierungsebenen der Valenz Mikro- und Makrovalenz
2. Die Reflexivität im Deutschen und im Ungarischen
2.1. Die Grundtypen der reflexiven Verben: unechte und echte Reflexivverben
2.2. Die ungarischen -ik-Verben
3. Die Aspektualität im Ungarischen
3.1. Der Aspekt, die Aspektualität, die Aktionsart
3.2. Die Aspektualität im Ungarischen
4. Das Passiv
4.1. Das Vorgangspassiv - Das Passiv im Ungarischen: Faktitivum+-ik-Endung
4.2. Aspekt
4.3. Das Passiv: Passiv-Paraphrasen.im Ungarischen
4.4. Das Zustandspassiv
4.5. Agensrealisierung im Passiv
5. Das Prädikat
5.1. Der Terminus "Prädikat"
5.2. Das Prädikat im Ungarischen
5.3. Die Wortfolge im Deutschen und im Ungarischen
5.4. Das nominale und das nominal-verbale Prädikat: die Funktion des nominalen Teils
5.5. Kongruenz und Inkongruenz zwischen dem Subjekt und dem Prädikat
6. Die HABEN-Relation im Ungarischen und im Deutschen
6.1. Die haben-Perspektive
6.2. Possessivpronomina, Possessivartikel im Deutschen und Possessivsuffixe im Ungarischen ("Valenzielle Funktion" der Possessivsuffixe)
6.3. Der Valenzwert der habeo-Relation im Ungarischen
7. Der Imperativ
7.1. Der Imperativ im Ungarischen und im Deutschen
7.2. Das Subjekt des Imperativs (2. Ps. Sg. und Pl.)
7.3. Weitere Ausdrucksmöglichkeiten und Funktionen des Imperativs
8. Infinitivkonstruktionen
8.1. Die Infinitive im Deutschen und im Ungarischen
8.2. Die syntaktische Rolle des Infinitivs
8.3. Morphologische Merkmale des Infinitivs im Ungarischen
8.4. Auxiliarien
8.5. Modalverben
9. Kontrastive Analyse von Valenzstrukturen ungarischer und deutscher Verben Interferenzerscheinungen
9.1. Valenz und Norm
9.2. Aufbau und Methode der Analyse
2. Teil
Verbliste
Wörterbuch
Zugrunde gelegtes Korpus meiner Arbeit
Verzeichnis der Abkürzungen, Zeichen und Markierungen in meiner Arbeit
Bibliographie

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