28.01.2012: Elektrische Energiespeicher für Fahrzeuganwendungen: Erfolgreicher Start des BMBF-Projektes „eProduction“
Im Rahmen der Hightech-Strategie IKT 2020 fördert das Bundesministerium für Bildung und Forschung (BMBF) das Vorhaben „eProduction“ mit einem Gesamtbudget von 11,3 Millionen Euro, wovon die TU Dresden eine halbe Million erhalten wird. Das Ziel des Projektes besteht darin, Kompetenz bei der Montage von Traktionsbatterien und ein Serien-Produktionskonzept für die Energiespeicher von Elektroautos zu schaffen. Im Ergebnis der Forschungs- und Entwicklungsarbeiten soll es möglich sein, elektrisch angetriebene Automobile in größeren Serien zu fertigen. Dies ist ein weiterer Schritt auf dem Weg zur Elektromobilität.
Die Audi AG will als Projektleiter des Forschungsprojekts „eProduction“ in Zusammenarbeit mit sieben Universitäten, darunter die TU Dresden, und zwei Unternehmen die erforderliche Prozess- und Automatisations-Infrastruktur aufbauen. Ziel dabei ist ein marktfähiges Produktionskonzept für Hochvolt-Energiespeicher in BEVs (Battery Electric Vehicles). Die künftige Prozesskette beginnt mit den verwendeten Materialien, betrachtet Fragen des Leichtbaus und der Wertschöpfungstiefe, enthält neue Kontaktierungs- und Fügeverfahren und endet mit serientauglichen Prüfmethoden.
Ein Schwerpunkt im Forschungsprojekt ist die Sicherheit der Mitarbeiter bei der Produktion der Hochvolt-Komponenten. Sie umfasst zahlreiche Aspekte – von der Qualifizierung der Personen über die Automatisierung gewisser Arbeitsschritte bis hin zur virtuellen Absicherung, die die späteren Produktionsschritte am Rechner auch unter ergonomischen Gesichtspunkten simuliert und analysiert. Ein weiterer Forschungsschwerpunkt liegt in der Frage, wie bestehende Normen und Standards, etwa bei der Schutzkleidung, für die Fertigung elektrischer Komponenten weiterentwickelt werden müssen.
Das Know-how, das sich die Partner im Forschungsprojekt „eProduction“ gemeinsam erarbeiten, kann für den ganzen Industriestandort Deutschland einen Innovationssprung bedeuten. Es soll zum Ziel der Bundesregierung beitragen, bis 2020 eine Million Elektrofahrzeuge auf die Straße zu bringen. Darüber hinaus besitzt es das Potenzial, in Deutschland mittel- und langfristig Beschäftigung zu sichern.
Ministerialdirektor Prof. Dr. Wolf-Dieter Lukas betont den Beitrag des Projekts zur Wettbewerbssicherung des Standorts Deutschland: „Die zunehmende Elektrifizierung des Automobils hat erhebliche Auswirkungen auf den Produktionsprozess. Das gilt besonders für die Batterieproduktion, die einen großen Anteil an der Wertschöpfungskette darstellt.“Lukas begrüßt sehr, dass sich im Rahmen des Projekts „eProduction“ ein schlagkräftiges Konsortium unter Führung der AUDI AG zusammengeschlossen habe, das neue Wege bei der Produktion, aber auch bei der erforderlichen Qualifizierung der benötigten Fachkräfte gehen wolle. „Diesen Weg unterstützen wir durch die Förderung seitens des BMBF sehr gerne.“
Die Professur Fahrzeugmechatronik des Instituts für Automobiltechnik Dresden - IAD ist Gründungsmitglied der Projektinitiative und wird im Rahmen des dreijährigen Gesamtprojektes für ihre Forschungs- und Entwicklungsleistungen insbesondere zur Grundlagenforschung von Hochvoltsicherheit im Zusammenhang von Batteriezellen und zum Test von entwickelten Prototypen mit über einer halben Million Euro vom BMBF gefördert.
Quelle: Pressemitteilung der Technischen Universität Dresden