26.01.2012: Die Gegenwart der Freiheit – Podiumsdiskussion mit Sozialphilosoph Axel Honneth
Die Zeitdiagnose und Gesellschaftskritik in Honneths "Das Recht der Freiheit" auf dem Prüfstand. Am Donnerstag, 2. Februar 2012, lädt die Humboldt-Universität zu einer Podiumsdiskussion mit dem Sozialphilosophen Axel Honneth (J.W. Goethe-Universität Frankfurt/Columbia University New York) ein. Mit Honneth diskutieren werden Ute Frevert (Max-Planck-Institut für Bildungsforschung Berlin), Heiner Ganßmann (Freie Universität Berlin) sowie Christoph Möllers (Humboldt-Universität zu Berlin).
Podiumsdiskussion mit Axel Honneth Donnerstag, 2. Februar 2012, 18 Uhr (s.t.)
Audimax der Humboldt-Universität zu Berlin Unter den Linden 6, 10117 Berlin
In seiner jüngsten Monographie „Das Recht der Freiheit“ unternimmt Axel Honneth den ehrgeizigen Versuch, die Rekonstruktion der Kriterien sozialer Gerechtigkeit auf Grundlage der für die zentralen Institutionen westlich-liberaler Gesellschaften konstitutiven normativen Ansprüche mit einer umfassenden kritischen Zeitdiagnose zu verbinden. In der Podiumsdiskussion wird es vor allem darum gehen, letzteren Anspruch auf den Prüfstand zu stellen: Was hat es mit Honneths grundlegender These auf sich, dass das „Wir“ persönlicher Beziehungen, das „Wir“ marktwirtschaftlichen Handelns und das „Wir“ demokratischer Willensbildung als Formen der „Wirklichkeit der Freiheit“ begriffen werden können? Zu diesem Zweck wurden Forscherinnen und Forscher aus den Bereichen der Sozial- und Geschlechtergeschichte, der Wirtschafts- und Sozialwissenschaften sowie der Rechts- und Demokratietheorie zu der Podiumsveranstaltung mit Axel Honneth eingeladen, um seine Zeitdiagnose einer kritischen Diskussion zu unterziehen.
Nach dem Studium der Philosophie, Soziologie, Germanistik und Philosophie in Bonn, Bochum und Berlin war Honneth ab 1983 Assistent bei Jürgen Habermas in Frankfurt. 1991 übernahm er seine erste Professur für Philosophie an der Universität Konstanz, ab 1992 war er Professor am Otto-Suhr-Institut der FU Berlin. Seit 1996 lehrt Axel Honneth an der Goethe-Universität Frankfurt am Main, seit 2001 fungiert er auch als Leiter des Instituts für Sozialforschung. Seit Herbst 2011 ist er zugleich auch Jack C. Weinstein Professor of the Humanities an der Columbia University New York. Axel Honneth gehört zu den international bedeutendsten Vertretern der zeitgenössischen kritischen Theorie. Zu seinen wichtigsten Publikationen zählen „Kritik der Macht“, „Kampf um Anerkennung“ und „Verdinglichung“.
Zur Veranstaltung lädt der Lehrstuhl Praktische Philosophie, Rechts- und Sozialphilosophie des Instituts für Philosophie, Prof. Dr. Rahel Jaeggi, an der Humboldt-Universität ein.
Quelle: Pressemitteilung der Humboldt-Universität zu Berlin