Berner, Katja: Zur Modellierung der wirtschaftspädagogischen Zielgröße ›interkulturelle Kompetenz‹ unter besonderer Berücksichtigung von Kulturstandards – Darstellung und potenzielle didaktische Konsequenzen / Katja Berner
Taunusstein : Driesen 2009 (Driesen Beiträge zum Human Resource Management). - 252 S. ; 19 cm. Zugl.: Köln, Universität, Dissertation, 2008. ISBN 978-3-86866-109-5, Softcover, zahlreiche, teilweise farbige Abbildungen, 36,00 Euro. Die internationale Öffnung von Märkten und Bildungsräumen erfasst immer mehr kleine und mittelständische Unternehmen sowie das Handwerk. Dabei führen die grenzüberschreitenden Aktivitäten zu Begegnungen von Menschen unterschiedlicher Kulturzugehörigkeit, die aufgrund kultureller Barrieren neue Herausforderungen darstellen. In diesem Zusammenhang gewinnt der Begriff ›interkulturelle Kompetenz‹ nicht nur in der Personalentwicklung, sondern auch in der Berufsbildung zunehmend an Bedeutung. Dies macht Überlegungen zur inhaltlichen Bestimmung und zu Möglichkeiten einer didaktischen Förderung von interkultureller Kompetenz im Rahmen der Berufsbildung und hier vor allem der handwerklichen Berufsbildung, erforderlich. Katja Berner präzisiert das Konstrukt ›interkulturelle Kompetenz‹ aus wirtschaftspädagogischer Perspektive und entwickelt hierzu ein Modell interkulturellen Handelns. Die Autorin misst in ihrem Modellentwurf Kulturstandards besondere Bedeutung bei und konkretisiert diese in einem weiteren Schritt für die Begegnung zwischen deutschen und französischen Handwerkern. Abschließend stellt die Autorin auf Basis lerntheoretischer Überlegungen eine Möglichkeit zur Förderung interkultureller Kompetenz in der handwerklichen Berufsausbildung vor. Die Autorin: Jahrgang 1976; Studium der Fächer Wirtschaftswissenschaft und Französisch für das Lehramt für die Sekundarstufe II an der Universität zu Köln; Erstes Staatsexamen 2001; seit 2002 wissenschaftliche Mitarbeiterin des Forschungsinstituts für Berufsbildung im Handwerk an der Universität zu Köln; Promotion 2008.
Aus dem Inhalt Inhaltsverzeichnis Abbildungsverzeichnis Abkürzungsverzeichnis Hinweise / Zeichenerklärung 1 Erkenntnisinteresse, forschungsstrategisches Vorgehen und Legitimierung der Problemstellung 1.1 Einleitende Bemerkungen 1.2 Problemstellung und Erkenntnisinteresse 1.3 Zum forschungsstrategischen Vorgehen und Gang der Untersuchung 1.4 Legitimierung der Problemstellung: Interkulturelle Kompetenz im Kontext grenzüberschreitender Mobilität 1.4.1 Zur betrieblichen Bedarfsperspektive 1.4.2 Zur bildungspolitischen Perspektive 1.4.3 Zur wirtschaftspädagogischen Perspektive 1.4.4 Zusammenfassende Betrachtung 2 Begriffliche Präzisierungen 2.1 Kultur 2.1.1 Vorbemerkungen 2.1.2 Kultur im institutionellen Sinne: Zum Konzept der Nationalkultur 2.1.3 Zu den frühen ethnologisch-anthropologischen Deutungen: Evolutionismus, Funktionalismus und Kultur- und Persönlichkeitstheorie 2.1.4 Zum Ansatz der kognitiven Anthropologie und der semiotischen Explikation des Kulturbegriffs 2.1.5 Ansätze zur Erforschung von Kulturunterschieden 2.1.5.1 Kulturunterschiede anhand von Kulturdimensionen 2.1.5.2 Kulturunterschiede anhand von Kulturstandards 2.1.5.3 Schlussfolgerungen zu den Ansätzen 2.1.6 Schlussfolgerungen zum Kulturbegriff 2.2 Interkulturalität 2.2.1 Interkulturalität in der Austauschforschung 2.2.2 Interkulturalität in der interkulturellen Forschung 2.2.3 Zusammenfassung und Schlussfolgerungen zum Begriff Interkulturalität 3 Zur Modellierung interkultureller Kompetenz 3.1 Präzisierung des Verständnisses interkulturellen Handelns zur Bestimmung interkultureller Kompetenz 3.1.1 Einführende Überlegungen zu interkulturellem Handeln 3.1.2 Zum Modell sozial-kommunikativen Handelns als Referenzmodell 3.1.2.1 Zum Grundmodell sozial-kommunikativen Handelns 3.1.2.2 Zusammenfassung und kritische Würdigung des Modells sozial-kommunikativen Handelns 3.1.3 Zur konstruktivistischen Auffassung von Kulturstandards 3.1.3.1 Zu Krewers Ansatz von Kulturstandards als Mittel der Selbst- und Fremdreflexion in interkulturellen Begegnungen 3.1.3.2 Kritische Würdigung des Ansatzes von Kulturstandards als Mittel der Selbst- und Fremdreflexion in interkulturellen Begegnungen 3.1.4 Zusammenführung beider Ansätze: Konstruktion interkulturellen Handelns 3.2 Zum Verständnis von interkultureller Kompetenz 3.2.1 Skizzierung interkultureller Teilkompetenzen 3.2.2 Exemplarische situationsspezifische Konkretisierung 3.3 Zusammenfassung zur Zielgröße interkulturelle Kompetenz 4 Zur Determinante ›Kulturstandards‹: Versuch einer ersten Konkretisierung ihrer Ausformungen im französischen Handwerk 4.1 Zur Identifizierung von Kulturstandards 4.1.1 Erschließung von Kulturstandards mittels der Analyse kritischer Interaktionssituationen 4.1.2 Erschließung von Kulturstandards mithilfe der kulturvergleichenden Managementforschung 4.1.3 Schlussfolgerungen für die eigene Vorgehensweise 4.2 Französische Kulturstandards: Ergebnisse der kulturvergleichenden Managementforschung 4.2.1 Beschreibung der als relevant erachteten Kulturstandards im französischen Management 4.2.1.1 Zeitorientierung 4.2.1.1.1 Arbeitsweise 4.2.1.1.2 Arbeitszeit und Freizeit 4.2.1.2 Hierarchiebewusstsein und emotionale Machtdistanz 4.2.1.2.1 Autoritätsverhältnis 4.2.1.2.2 Entscheidungsfindung 4.2.1.3 Individualismus 4.2.1.4 Leistungsmotivation 4.2.2 Historische Bedingungsfaktoren als kultureller Hintergrund 4.2.2.1 Vielfalt in Deutschland 4.2.2.2 Einheit in Frankreich 4.3 Französische Kulturstandards aus der Perspektive deutscher Handwerker: Eine empirische Untersuchung 4.3.1 Ziel der empirischen Untersuchung 4.3.2 Zum Vorgehen der Untersuchung 4.3.2.1 Zum problemzentrierten Interview 4.3.2.2 Zu den Befragungspersonen 4.3.3 Durchführung der Befragung 4.3.3.1 Zum Ablauf der Interviews 4.3.3.2 Zur Auswertungsmethode 4.3.4 Ergebnisse der Befragung 4.3.4.1 Deskriptive Ergebnisdarstellung 4.3.4.1.1 Ausprägung von Kulturstandards der Managementforschung im französischen Handwerk 4.3.4.1.1.1 Zeitorientierung 4.3.4.1.1.2 Hierarchiebewusstsein und emotionale Machtdistanz 4.3.4.1.1.3 Individualismus 4.3.4.1.1.4 Leistungsmotivation 4.3.4.1.2 Weitere Wahrnehmungen der deutschen Handwerker in Bezug auf kulturelle Besonderheiten im französischen Handwerk 4.3.4.1.3 Einschätzungen zur Relevanz von Kulturstandards im französischen Handwerk und Management anhand der Kulturspektrumsübung 4.3.4.2 Interpretation der Ergebnisse 4.3.4.2.1 Relevanz der französischen Kulturstandards aus der Managementforschung für das französische Handwerk 4.3.4.2.2 Handwerksspezifische Kulturstandards in Bezug auf Frankreich 4.3.4.2.3 Kulturstandard-Bewertung anhand der Kulturspektrumsübung 4.4 Zusammenfassung und Schlussfolgerungen 5 Didaktische Perspektive: Annahmen zur Förderung von interkultureller Kompetenz in der handwerklichen Berufsausbildung 5.1 Der Blick in die Praxis: Grenzüberschreitende Mobilität und Förderung interkultureller Kompetenz in der Berufsbildung 5.1.1 Exkurs: Wanderschaft im Handwerk - Beginn der Mobilität in der Berufsbildung 5.1.2 Zum Auslandspraktikum und seinen Phasen 5.1.3 Das Auslandspraktikum und dessen Vorbereitung im Rahmen der handwerklichen Berufsbildung 5.1.4 Zusammenfassende Betrachtung 5.2 Annahmen zur Förderung von interkultureller Kompetenz 5.2.1 Ausgangspunkte: Anforderungen an die Bildungspraxis 5.2.2 Lerntheoretische Grundlegung: Lernen unter konstruktivistischer Perspektive 5.2.2.1 Grundzüge des radikalen Konstruktivismus 5.2.2.2 Das radikal-konstruktivistische Lehr-Lernverständnis 5.2.2.3 Ansätze zur Gestaltung konstruktivistischer Lernumgebungen 5.2.2.4 Zusammenfassende Betrachtung und Schlussfolgerungen 5.2.3 Interkulturelles Lernen als Konstruktion 5.2.3.1 Einleitende Überlegungen: Zum Lernen von interkultureller Kompetenz 5.2.3.2 Interkulturelles Lernen auf Basis der Anchored Instruction 5.2.3.2.1 Der Ansatz ›Anchored Instruction‹ 5.2.3.2.2 Zur Gestaltung des interkulturellen Lernprozesses 5.2.3.2.3 Zur exemplarischen Umsetzung in der handwerklichen Berufsausbildung 5.2.3.3 Zusammenfassende Betrachtung 6 Zusammenfassende Schlussbetrachtung Anhang Anhang 1: Interviewleitfaden der qualitativen Untersuchung Anhang 2: Kulturspektrumsübung der qualitativen Untersuchung Anhang 3: Das Berufslaufbahnkonzept des Handwerks Anhang 4: Beispiel für eine kritische Interaktionssituation
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